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Corona-Krise – So bewahren Sie sich in Krisenzeiten eine positive Grundhaltung

In Kürze

Positives Denken bedeutet akzeptieren (hinschauen) und dem sogenannten Negativem etwas positives abzugewinnen (die Erkenntnis), das heißt, alles zu so anzunehmen wie es ist und das Beste daraus zu machen.

Sobald wir uns unseren Ängsten stellen und diesen entgegentreten, entwickeln wir allmählich eine Art Sicherheit mit ihnen umzugehen.

Grundsätzlich sollten Sie eine gesunde Balance zwischen „guten Gewohnheiten“ und „offen sein für Neues“ finden. Bleiben Sie vor allem souverän im Umgang mit Veränderungen.

Schaffen Sie jetzt gute Bedingungen für die Zeit danach, denn wenn diese Corona-Krise vorbei ist, sollten Sie gut vorbereitet sein. Erst dann beginnt nämlich die eigentliche Aufgabe.

Pflegen Sie ein bewusstes Energiemanagement und achten Sie worauf sie Ihre Aufmerksamkeit lenken. Ihre Energie folgt immer Ihrer Aufmerksamkeit.

Wie komme ich zu einer positiven Grundhaltung?

Es stellt sich also die Frage, wie man es schafft in dieser besonderen Zeit, seinen Optimismus und eine positive Grundhaltung zu bewahren. Wie gelingt es ausgerechnet jetzt positiv zu denken? Und wie gehe ich mit Aspekten wie Unsicherheit, Sorgen und Ängsten um?

Eine positive Haltung entsteht zunächst durch positives Denken
Positives Denken bedeutet keinesfalls, alles durch die rosarote Brille zu sehen. Es bedeutet vielmehr, genau hinzuschauen und dabei das Ganze zu erkennen. Dadurch merkt man sehr schnell, positives Denken besteht aus zwei Teilen:

  • Die „negative“ Seite zu akzeptieren (hinschauen)
  • Dem sogenannten Negativem etwas positives abzugewinnen (die Erkenntnis)

Positiv Denken heißt also, alles so zu akzeptieren (annehmen) wie es ist und das Beste daraus machen – „Es ist wie es ist“.
Achtung, bitte verwechseln Sie nicht „akzeptieren“ mit „dafür zu sein“. Es reicht, wenn wir Dinge, die wir nicht ändern können akzeptieren und dabei nicht durch Widerstand unnötig wertvolle Energie vergeuden. So entsteht durch positives Denken nach und nach eine positive Grundhaltung nicht nur gegenüber Problemen, sondern gegenüber dem ganzem Leben.

Wie gehe ich mit meinen Ängsten und meinen Sorgen um?

Ein weiterer wichtiger Faktor für eine positive Grundhaltung ist der Umgang mit der Angst. Für viele Menschen ist Angst ein steter Begleiter geworden. Natürlich gibt es Dinge, vor denen wir uns zu Recht fürchten. Man kann sein Schicksal weder voraussehen noch kann man ihm entgehen, aber man kann es annehmen und damit umgehen. Wenn man sich seinen Ängsten stellt, entwickelt man allmählich eine Art Sicherheit mit diesen umzugehen.

Indem wir zum Beispiel unserer Angst gut zureden, mit Sätzen wie:

„Nur Mut, das schaffe ich schon“
oder
„Na und, damit werde ich auch fertig“

können wir unsere Ängste kontrollieren und vielleicht sogar auflösen.

Auch kann es hilfreich sein, sich einmal das schlimmste Szenario dieser Situation zu Ende zu denken. Indem Sie sich fragen: „Was ist das Schlimmste, das passieren kann?“ – ist dieses Szenario oft weniger furchtbar als das lähmende Gefühl, das sich ausbreitet, wenn uns unsere Ängste unkontrolliert beherrschen. So kommt man gar nicht erst in eine sogenannte Opferhaltung, die einem am Ende noch sämtliche Energie rauben würde. Eine optimistische Haltung hingegen, verleiht uns wertvolle Kraft und Energie.
Bleiben Sie also optimistisch und machen Sie sich Ihrer Stärken bewusst. Damit festigen Sie Ihr Selbstbewusstsein und schwächen gleichzeitig Ihre Ängste. Hierbei können Ihnen auch Erfahrungen aus der Vergangenheit dienen, bei denen Sie bereits schwierige Situationen erfolgreich meistern konnten. So entwickeln Sie nach und nach eine Grundhaltung, welche Ihnen im wahrsten Sinne des Wortes Halt gibt.

Wie gestalte ich in der Krise meinen Alltag?

Nutzen Sie die Kraft von Ritualen
Gewohnheiten und Rituale geben Ihnen ganz einfach Orientierung, Vertrauen und Sicherheit. Es ist der Bereich Ihres Lebens, in dem Sie „zu Hause“ sind, an dem alles seinen Platz, ja seine gewohnte Ordnung hat. Schaffen Sie in Ihren wichtigen Lebensbereichen eine Struktur nach eigenen Vorstellungen, indem Sie Dinge nach strukturierten Abläufen erledigen. Starten Sie gut in den Tag, diese Zeit sollte nur Ihnen gehören. Das geht schon bei der Morgenroutine los. Beginnen Sie den Morgen gleich mal mit einem Dankeschön. Überlegen Sie, für was Sie wirklich dankbar sein können. Spüren Sie dabei, was für ein gutes Gefühl diese Dankbarkeit in Ihnen auslöst. Dankbare Menschen haben eine besondere Ausstrahlung.

„Ich bin nicht dankbar weil ich glücklich bin – ich bin glücklich, weil ich dankbar bin.“

Finden Sie heraus, was Ihre ganz persönlichen Muntermacher sind. Ein gutes Frühstück, sich sportlich betätigen, schöne Musik hören, Zeitung lesen sind hier nur einige Beispiele. Tun Sie alles was Sie tun ganz bewusst und tun Sie es gerne.

Fragen Sie sich jeden Morgen:

  • Was will ich heute erreichen?
  • Wie erreiche ich es am besten?
  • Was will ich auf jeden Fall vermeiden?
  • Wie möchte ich mich verhalten?

Planen Sie Ihren Tag erfolgreich voraus. Damit erzeugen Sie in sich selbst von Beginn an ein gutes Gefühl und gleichzeitig geben Sie Ihrem Unterbewusstsein die richtige Orientierung für einen erfolgreichen Tag.

Bleiben Sie neugierig
Prüfen Sie sorgfältig, wo neue Dinge Ihr Leben bereichern könnten. Diese bringen Ihnen neue Impulse und Abwechslung in Ihr Leben. Manchmal müssen es aber gar keine neuen Dinge sein, sondern wir dürfen uns einfach mal wieder gestatten, „Altes“ wieder neu zu entdecken. Was haben Sie schon lange nicht mehr gemacht? Wann haben Sie sich zum Beispiel zum letzten Mal in aller Ruhe an der Natur erfreut, ein interessantes Buch gelesen, mit guten Freunden telefoniert oder sich mal wieder Zeit für sich selbst genommen? Geben Sie Ihrem Tag einen Plan, einen Rhythmus, jetzt ist genau die richtige Zeit dafür.

Pflegen Sie ein gutes „Change-Management“
Durch eine ausgewogene Balance von „Altem und Neuem“ schaffen Sie ein gutes Gleichgewicht und eine gute Stabilität in den für Sie wichtigen Lebensbereichen. Damit sind Sie gut auf bevorstehende Veränderungen vorbereitet. Schließlich werden wir alle tagtäglich mit Veränderungen konfrontiert. Nicht immer sind uns diese willkommen oder gar angenehm. Und nicht immer können wir Diesen entgehen. Aber wir haben in jedem einzelnen Fall die Wahl und können uns aufs Neue entscheiden, wie wir damit umgehen (siehe auch Artikel: „Warum fällt uns manchmal schwer Entscheidungen zu treffen?“).
Das heißt, die Umstände können wir nicht ändern, wohl aber unsere Haltung. Häufig lassen es Menschen zu, dass die Umstände ihre Laune bestimmen, anstatt mit ihrer guten Laune die Umstände zu bestimmen. Bestimmen Sie also an jedem Tag und zu jedem Zeitpunkt mit welcher Laune Sie in den Tag starten, in die Arbeit gehen oder ein Projekt umsetzen wollen.

„Sie haben in jedem Augenblick die Wahl.“

Denn letztendlich macht das Leben gut gelaunt einfach viel mehr Spaß, also was hindert uns daran zu versuchen, ab jetzt stets gut gelaunt zu sein. Machen Sie sich zur Angewohnheit stets gut aufgelegt zu sein und bewahren Sie sich Ihren Humor. Warten Sie nicht darauf, dass Sie das Leben fröhlich stimmt, sondern sind Sie dankbar für das, was Sie schon haben.

Wie gut bin ich aufgestellt für die Zeit nach der Krise?

Für die Zeit nach der Corona-Krise sollten Sie sich jetzt schon folgende Fragen stellen:

  • Wie kann ich mir eine gute Ausgangsposition für die Zeit danach verschaffen?
  • Was benötige ich, um für die Zeit nach der Krise gut aufgestellt zu sein?
  • Was möchte ich anders machen, wo kann ich auf Bewährtes zurückgreifen?
  • Was kann ich noch tun, welche Fähigkeiten möchte ich noch erwerben?

Schaffen Sie jetzt gute Voraussetzungen für die Zeit danach, denn auch die Corona-Krise wird vorüber gehen und darauf sollten Sie gut vorbereitet sein. Ist eine Krise gemeistert, beginnt die eigentliche Aufgabe, nämlich die Zeit des Neuaufbaus und der Neuorganisation. Überprüfen Sie alle für Sie wichtigen Lebensbereiche und schaffen Sie Zielklarheit also Visionen und Ziele für die Zeit danach ohne dabei das Hier und Jetzt zu vergessen.
Machen Sie sich einmal bewusst, was in Ihrem Leben noch nicht ideal ist, und was zu tun ist, um das zu ändern? Prüfen Sie welche Schritte Ihr Leben zum Positiven verändern würde. Sind Sie bereit, schon jetzt das Notwendige zu tun?
Dann kultivieren Sie neue, lebensbejahende Gewohnheiten. Machen Sie so aus Ihrem Leben Ihr ganz persönliches Meisterwerk.

Werden Sie achtsam mit dem, wie Sie Denken

Eine wichtige Frage lautet: „Was nimmt uns und was gibt uns Energie?
Indem Sie künftig genau darauf achten, worauf sie Ihre Aufmerksamkeit lenken, entwickeln Sie eine Art Filter für die richtigen Gedanken. Unsere Gedanken sind die Ursachen für alles was folgt. Setzen Sie also die richtigen Ursachen und ändern sie damit Ihr Leben. Ihre Energie folgt immer Ihrer Aufmerksamkeit. Lenken Sie jetzt bewusst Ihre Aufmerksamkeit darauf, gut gelaunt oder sympathisch zu sein. Sie werden merken, es ändert sich im gleichen Augenblick Ihre Ausstrahlung, Ihre Wahrnehmung und somit letztendlich Ihr ganzes Leben. Das funktioniert allerdings auch, wenn Sie unbewusst schlecht gelaunt sind oder wenn Sie sich ärgern. Somit können Sie es sich gar nicht mehr leisten, schlecht gelaunt zu sein.

Eine kleine Übung für zu Hause:

Machen Sie sich einfach einmal bewusst, was Sie mit Ihren Gedanken gerade verursachen. Was Sie damit in Ihr Leben ziehen und ob es das ist, was Sie wirklich wollen. Jetzt ändern Sie einmal bewusst Ihre Gedanken und damit Ihre Aufmerksamkeit und erfüllen Sie sich mit einem wunderbaren Wohlgefühl.

Spüren Sie dabei wie sich im gleichen Augenblick Ihr inneres Gefühl und damit Ihre Ausstrahlung und Ihre Anziehungskraft verändert. Wir ernten was wir säen. Deshalb sollten Sie sich von nicht mehr stimmigen Programmen und Gewohnheiten trennen. Denn erstaunlicherweise verhalten sich die meisten Menschen nicht nach den neuesten Stand ihrer Erkenntnisse, sondern nach ihren Gewohnheiten. Richten Sie also Ihre Aufmerksamkeit auf die Chancen, die Ihnen das Leben unaufhörlich bietet.

Ich hoffe Ihnen haben meine Gedanken und Anregungen zum Thema: „So bewahren Sie sich in Krisenzeiten eine positive Grundhaltung“ gefallen. Sollten Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben oder weitere Informationen zu meiner Arbeit benötigen können Sie sich gerne vollkommen unverbindlich bei mir melden.

Viele Grüße
Ihr Bernd Klein

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