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Warum fällt es uns manchmal schwer Entscheidungen zu treffen?

In Kürze

Unsere Entscheidungen von gestern spiegeln unser heutiges Leben wider und unsere heutigen Entscheidungen bestimmen unsere Zukunft. Unsere Ziele und Werte dienen uns dabei als Orientierung.

Schließlich bedeutet am Ende sich nicht entschieden zu haben, auch eine Entscheidung zu treffen, die die Richtung unseres Lebens bestimmen wird.

Oft fehlt uns Menschen nur der richtige Entscheidungsrahmen, wie unsere Ziele und Werte, um eine gute Entscheidung zu treffen.

Entscheidungen treffen heißt zu wählen. Je bewusster wir wählen, desto bewusster entscheiden wir und desto bewusster leben wir.

Wenn es um Probleme geht, bieten sich uns hingegen immer drei Möglichkeiten eine Lösung zu finden: Ändern, Akzeptieren oder Loslassen.

Die Welt wird immer komplexer

In einer immer komplexer werdenden Welt fällt es vielen Menschen zunehmend schwerer Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig fordert uns das Leben tagtäglich dazu auf, neue Entscheidungen zu treffen. Das geht schon am Morgen los. Stehe ich gleich auf und mache eine halbe Stunde Sport oder bleibe ich noch etwas länger im Bett liegen? Nehme ich mir die Zeit, um in Ruhe zu frühstücken und meinen Tag zu planen, oder erledige ich das alles nebenbei? Mit welcher Haltung gehe ich heute in den Tag und an meine Arbeit? Welche Aufgaben warten da auf mich, und welche Entscheidungen habe ich heute zu treffen? Jede dieser Entscheidungen hat eine Konsequenz für mein Leben.

Schließlich ist mein heutiges Leben die Summe meiner gestrigen Entscheidungen
und meine heutigen Entscheidungen bestimmen mein Morgen.

Viele Menschen glauben auch, es komme im Leben immer nur auf die großen Entscheidungen an. In Wirklichkeit sind es aber auch die vielen kleinen Entscheidungen, welche unser Leben entscheidend beeinflussen. Indem wir uns zum Beispiel dafür entscheiden, jeden Tag eine halbe Stunde Sport zu treiben, genügend Wasser trinken und auf unsere Ernährung achten, kann das in der Summe eine enorme Auswirkung auf unsere Gesundheit haben.

Oder wenn wir uns jeden Morgen nur zehn Minuten Zeit nehmen, um unseren Tag gedanklich so vorauszuplanen, dass er unseren Ziel- und Wertvorstellungen entspricht, werden wir über das Ergebnis erstaunt sein. Mit der Zeit können solche Dinge zu einer guten Gewohnheit werden und nehmen wie selbstverständlich einen festen Platz in unserem Leben ein. Die richtigen Entscheidungen zu treffen, kann also ein wichtiger Schlüssel dafür sein, wie zufrieden wir in Zukunft mit unserem Leben sind.

Warum fällt es Menschen oft so schwer Entscheidungen zu treffen?

Nicht selten haben mir Menschen auf diese Frage geantwortet: „Ich treffe jetzt lieber mal noch keine Entscheidung, dann kann ich zumindest nichts falsch machen.“ Sie vergessen allerdings dabei, dass sie damit bereits eine Entscheidung getroffen haben. Denn wer sich entscheidet nichts zu tun, hat damit auch eine Entscheidung getroffen. Wieder andere Menschen möchten sich immer erst dann entscheiden, wenn sie „perfekte Entscheidungen“ treffen können. Aber gibt es die „perfekte Entscheidung“ überhaupt? Aus meiner Sicht gibt es nämlich keine „absolut richtigen Entscheidungen“, sondern nur kluge, gut überlegte und bewusst getroffene Entscheidungen.

Ein weiterer Grund für mangelnde Entscheidungsfreude ist, dass wir uns durch unsere getroffenen Entscheidungen angreifbar machen, denn hinterher wissen es ja eh Alle  immer besser. Um keine Fehler zu machen hängen wir uns lieber an die Entscheidung der anderen und leiden lieber statt zu Handeln. Nicht selten treibt uns auch ein übertriebener Perfektionismus an. Wir möchten zuerst alle Fakten und Möglichkeiten bis ins kleinste Detail kennen und abwägen, bevor wir uns entscheiden. Leider ist es dann aber oft auch schon zu spät und die Entscheidung haben zwischenzeitlich andere für uns getroffen – dann heißt es, „wer sich nicht entscheiden kann, für den wird entschieden“.

Was hindert uns daran eine Entscheidung zu treffen?

  • Ich kann mich erst entscheiden, wenn ich mir zu 100% sicher bin mit meiner Entscheidung richtig zu liegen.
  • Mir fehlt der Entscheidungsrahmen, d.h. meine Ziele und meine Werte für meine Orientierung.
  • Ich hänge mich lieber an die Entscheidung anderer, es machen ja alle so.
  • Ich gehe lieber den leichten Weg und treffe einfache Entscheidungen, da kann mir nichts passieren.
  • Ich bin mir über die nachfolgenden Auswirkungen dieser Entscheidung nicht bewusst, will Fehler vermeiden, um später nicht als „Verlierer“ dazustehen.
  • Ich möchte mir so lange wie möglich alle Türen offen halten.

Entscheidungen treffen heißt zu wählen

Wenn ich bewusst wähle, dann muss ich ab diesem Zeitpunkt die volle Verantwortung für meine Entscheidung und für mein Handeln übernehmen. Das heißt, ich kann keinem anderen mehr die Schuld für mögliche Fehler geben, sondern muss selbst Antworten auf die vielen Fragen des Lebens finden.

Dieser Wahlfreiheit müssen wir uns bewusst werden. Dabei geht es vor allem auch um die eigene innere Haltung zum Leben. Es geht um die Einstellung, bei der ich Neuem und Ungewissen selbstbewusst und offen gegenübertrete. Je bewusster ich wähle und entscheide, desto gestärkter und motivierter beschreite ich meinen Weg.

Entscheidungen bei anstehenden Problemen treffen

Probleme lassen sich nur lösen indem wir Entscheidungen treffen. Meist bieten sich uns dabei drei Möglichkeiten.

  • Zuerst müssen wir uns fragen, ob wir die Situation, welche das mögliche Problem darstellt, ändern können? Wenn ja, dann sollten wir uns entscheiden, aktiv zu werden und handeln. Falls sich die Situation nicht ändern lässt, stellt sich die Frage, ob wir mit dieser Situation leben wollen? Wenn ja, dann müssen wir uns dazu entscheiden, das Beste aus dieser Situation zu machen, das heißt sie zu akzeptieren, möglichst ohne dabei zu leiden.
  • Sollten wir die Situation weder ändern können noch damit leben wollen, dann müssen wir unsere Einstellung dazu hinterfragen und möglicherweise anpassen. Denn unter Umständen könnten wir selbst das Problem sein. Im Zweifelsfall ist die Lösung, eine überholte Einstellung loszulassen und gegen eine neue auszutauschen.
  • Wichtig bei dieser Vorgehensweise ist vor allem die Reihenfolge. Bitte prüfen Sie daher die einzelnen Schritte wie beschrieben in Ruhe und nacheinander anhand Ihrer Ziele und Wertevorstellungen.

Ich hoffe Ihnen haben meine Gedanken und Anregungen zum Thema: „Warum fällt es uns manchmal schwer Entscheidungen zu treffen?“ gefallen. Sollten Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben oder weitere Informationen zu meiner Arbeit benötigen können Sie sich gerne vollkommen unverbindlich bei mir melden.

Viele Grüße
Ihr Bernd Klein

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